Das Swifterschaf.

Entstehung.

Das Swifterschaf ist ein Produktionsschaf, das in den siebziger Jahren an der Landwirtschaftsuniversität in Wageningen geschaffen wurde, um die Produktivität der Schafzucht zu verbessern.

Der Swifter entstand aus der Kreuzung vom Texelschaf mit flämischem Milchschaf.

Somit konnten die Vorteile beider Rassen in einer einzigen vereint werden.  Swifter werden als Mutterschafe zur Fleischlamproduktion genutzt.  Für die zucht werden jetzt ausschlieslig Swifter verwendet. Die ersten Swifter wurden auf einem Bauernhof "De Minderhoutshoeve" in Swifterbant in Flevopolder geboren. Daher der Name Swifter.

Es herrschte viel Nachfrage nach dieser neuen Rasse und man dachte über eine Zucht nach.

Am 24°-11-1982 wurde eine erste Generalversammlung abgehalten. Es wurde ein Komitee gewählt und am 2°-12-1982 begann das Swifterherdbuch mit der Arbeit.

Rassebeschreibung.

Swifters sind weiße Schafe mit meistens schwarzer Nasenspitze und schwarzen Herfen (manchmal hell).  Ebenso können sich manchmal schwarze Flecken auf den Ohren und in der Wolle befinden.  Der Schwanz ist meistens ohne Wolle, was sehr hygienisch ist und beim Decart wenig stört.  Es sind große, aber vor allem lange Tiere. Dies sind Vorteile bei der Futteraufnahme, Trächtigkeit und beim Gewicht. Mutterschafe wiegen über 70 Kg. und Böcke können bis 130 Kg. wiegen. Das Beinwerk muß im Verhältnis zur Körperentwicklung stehen, sodaß das Tier sich elegant bewegen kann. Die Hufe sind hart und gesund. Das Maul ist ausreichend breit und der Kopf ist lang und schmal, wodurch kaum Geburtsprobleme vorkommen.

Da die Tiere eine lange Lebensdauer haben, können sie lange genutzt werden. Dadurch werden Kosten gesenkt, man kann strenger selektieren, da nur wenig Zuchtlämmer jedes Jahr eingesetzt werden müssen.

Swifter haben eine lange Brunst und können somit auch zur Produktion von Osterlämmern genutzt werden. Es sind sehr fruchtbare und vitale Tiere.

Die Lämmer können im ersten Jahr gedeckt werden und bringen im Durchschnitt 1,85 Lämmer, alte Schafe 2,5 Lämmer. Topbetriebe bringen es auf mehr als 3 Lämmer pro Altschaf.

Dadurch verdoppelt man sein Einkommen zu minder produktiven Rassen. Da swifter meistens Mehrlinge zur Welt bringen, gibt es selten Geburtsprobleme.

Ein anderer Pluspunkt sind bei Swifter gute Euter, normal entwickelte und gut platzierte Zitzen.

Da ein Swiftermutterschaf sehr viel Milch gibt, kann es seine Drillinge selbst groß ziehen. Die Tiere besitzen einen sehr guten Mutterinstinkt. Durch den Milchreichtum der Mütter wachsen die Lämmer sehr schnell, wodurch die Mastzeit verkürzt wird und die Kosten gesenkt werden. Böcke müsen um gekört zu werden, mindestens Tageszunahmen von 250 gr. aufweisen. Um Schlachtlämmern zu produzieren, werden Swifter meistens van Fleischschafböcken gedeckt. Die Qualität dieser Schlachtkörper erreicht sehr oft 98,6% im Vergleich zu einem reinrassigen Fleischlamm.

Die meisten Swifterlämmer im Herdbuch sind ARR/ARR. Diese Tiere sind resistent gegen Scrapie und BSE, was Tier- und Volksgesundheit zugute kommt.

Evolution.

Der Swifter ist ein hoch produktives Schaf. Deshalb ist auch die Nachfrage nach dieser Rasse so groß. Ungefähr 17000 Mutterschafe in 330 Reinzuchtherden sorgen für den Erhalt der Rasse. In Belgien ist innerhalb 10 Jahren die Anzahl der Reinzuchtbetriebe van 4 auf 40 gestiegen.

Es ist das schnellst wachsende Zuchtbuch in Holland und Belgien. Ausserhalb des Stambuches werden auch sehr viel Swifter gesuchtet. Bei Betrieben, die Ihr Einkommen aus der Schlachtlämmerproduktion holen, kommen auch oft Swifter vor. Die Swifter sind somit das optimale Betriebsschaf.

Herdbuchvertreter, Mathieu Kesters.

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